MiFID II reloaded - Die Finanzwirtschaft als Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit

Die EU-Kommission hat im März 2018 ihre Sustainable agenda for finance gestartet mit dem Ziel, die Finanzindustrie umweltbewusster zu machen.

Der Finanzsektor spielt eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der Klimaziele und der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Er kann:

  • Investitionen in nachhaltigere Technologien und Unternehmen tätigen

  • Wachstum langfristig und nachhaltig finanzieren, und so

  • zur Schaffung einer kohlenstoffarmen, klimaresistenten und kreislauffähigen Wirtschaft beitragen.

Am 8. März hat die EU-Kommission den 10–Punkte-Aktionsplan für eine nachhaltigere Finanzwirtschaft vorgestellt. Ziel dieses Aktionsplans ist eine Neuausrichtung der Kapitalströme hin zu nachhaltigen Investitionen, um ein nachhaltiges und integriertes Wachstum zu erreichen. Nur zwei Monate später hat die EU-Kommission dann die vier ersten, konkreten Aktionspunkte vorgeschlagen. Diese Punkte betreffen besonders und unmittelbar den Finanzmarkt durch die geforderte Aufnahme von Nachhaltigkeit in die Finanzberatung, die sich aus der EU-Richtlinie 2014/65 / EU (MiFID II) und der EU-Richtlinie 2016/97 (IDD) sowie den angestrebten CO2-Benchmarks mit geringem CO2-Ausstoß respektive positiven CO2-Emissionen ergeben. 
Die ersten Aktionspunkte sind auch ein Beispiel dafür, dass die finanzierungssuchende Realwirtschaft nachhaltiger werden muss, um für Investoren attraktiv zu bleiben.

Autor: Tom Pfeiffer, Partner und Sustainability Leader bei Deloitte Luxemburg

LuxFLAG Sustainable Finance Special in the Luxemburger Wort

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